Über

Gestatten, mich vorzustellen: freundlicher, lustiger Kerl mit geringer Statur und grosser Klappe. An dieser Stelle sollten jetzt meine sportlichen Erfolge und Auszeichnungen stehen. Aber ausser einer Teilnahme- Urkunde des deutschen Sportfestes 1998 habe ich da nichts vorzuweisen.

Alter: 34
 


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Wir betreten jetzt die Friend- Zone

Meine Damen und Herren: in Kürze setzen wir zur Landung an. Bitte bringen Sie Ihre Sitze in eine aufrechte Position und legen Sie die Sicherheitsgurte an. Wir befinden uns im Landeanflug auf die Friend- Zone. Stellen Sie die Gedanken an eine ernsthafte Beziehungen ein und glauben Sie nicht daran, jemals mit dieser Frau Sex zu haben. Schlimmer kann man es wahrscheinlich nicht ausdrücken. Hat man sich gerade erst kennengelernt. Eine hübsche Frau spricht mit mir, wir tauschen Telefonnummern aus und verbringen unendlich viel Zeit miteinander. Alles könnte so schön sein, da wird es klar. Sätze wie " Wären doch alle Männer wie du." oder "Du bist wie ein Bruder für mich." knallen einem wie Boxhandschuhe in die Magengegend und machen klar, dass dich diese Frau soeben "entschwanzt" hat. Nicht nur die Glocken, auch der Turm sind von der Abrissbirne eingeebnet worden. Du bist in ihren Augen kein Mann mehr. Du bist der bestestesteste Freund auf Erden. Den sie niemals an sich ranlassen würde. Wenn du sie berührst, ist es als würde ihr der Papa einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter geben oder der große Bruder sie auskitzeln. Sorry Bro, aber sie empfindet bei dir rein gar nichts. Sie wird weder geil, feucht noch verliebt sein. Sie sieht in dir so viel Mann, wie in einem Stein. Selbst wenn sie so geil wird, dass sie jeden Mann flachlegen würde, der zur Tür hereinkommt- von dir kann keine Rede sein. Wenn hier doch nur ein richtiger Mann wäre? So kann es gehen, wenn man von Frauen erzogen wurde. Man ist nett, respektvoll und ehrlich. Das ist zwar bemerkenswert aber eben auch doof. Denn während man alles für Frauchen macht, geht sie lieber mit Arschgeigen ins Bett, um dir später die Ohren voll zu heulen. Hast du sie dann wieder aufgepeppelt, stolpert sie mit dem nächsten Blödmann daher und der Spaß geht von vorne los. Zwar mag man vielleicht die beste Freundin gewonnen haben, aber die eigenen Spermien wandern nicht zur Reproduktionszwecken in ihren Uterus- eher vertrocknen sie in einem Taschentuch. Ja, mit solch Grausamkeit werden Männer gestraft, die es wagten, nett zu sein. Und da in dieser Gesellschaft nett mit scheiße gleichgesetzt wurde, ist man als Mann ebenso uninteressant, wie ein Schnitzel im veganen Bio- Supermarkt.Würde ein Mann auch eine Frau derart Friend- Zonen? Vermutlich nicht. Was ich nicht vögeln will, lade ich auch nicht zum Kaffee ein. So einfach sind wir Testosteronproduzentengestrickt. Warum sollten wir uns näher mit einer Frau beschäftigen, die uns eher kalt lässt? Während Frauen ihre Best- Friends klar in der Abstellzone lassen und diese niemals flachlegen würden, wartet der entschwanzte Mann darauf, dass sie endlich zu sich kommt und, einem Märchen gleich, den Aschenputtel heiratet.Da sind Pornos realistischer als diese Traumwelt. Beim nächsten Mal also ruhig sagen: "Danke, aber ich habe genug Freunde. Ein schönes Leben noch..."

2 Kommentare 26.11.15 22:32, kommentieren

Ein Schwanz geht um die Welt

Man(n) kennt das Szenario: es ist Freitag Abend, es kommt absolut nichts in der Glotze und man hat nur dumme Ideen, ins wohlverdiente Wochenende zu starten. Mit der Webcam und Google macht man sich todesmutig auf den Weg in ein Chat- Roulette. Vielleicht läuft einem ja etwas sympatisches über den Weg oder eine Schönheit  mit versteckten Perversionen rubbelt sich vor der Cam das rasierte Möschen? Das klingt nach einem verdammt guten Deal.

Also schnell das kalte Bier aus der Küche geholt, die Chips bereitgestellt und auf Start gedrückt. Nach etwa 30 Minuten sieht man ein, wie dumm die Idee und wieviel besser youporn ist.

Derartig viele Schwänze habe ich noch nie gesehen, die da geschleudert wurden. Männer mit Turban, mexikanischem Schnauzbart oder französischem Barrett schraubten hier an ihrer Kuppe herum und blinzelte erwartungsfroh in die Linse.

Bekam man doch so etwas wie weibliche Rundungen ins Bild, erkannte das Weibchen sofort den Irrtum und kickte mich einfach weg. Ich saß da, im schönsten T-Shirt mit ansprechender Zimmerbeleuchtung und wurde am Ende so ziemlich im Regen stehen gelassen.

Besonders aus Deutschland die skurrilsten Angebote- natürlich mit schwarzem Bildschirm und ohne Cam. Ob ich ein junges Mädchen wünsche. Ich stellte mich dumm. 18? Mein anoymes Gegenüber klickte mich weg. Der nächste wollte wissen, ob ich eine Freundin habe. Vermutlich sollte ich sie vor die Webcam setzen und ins Bett gehen.

Soviel zum Freitag Abend. Nach ein paar Runden durch das Pimmelparadis habe ich dann doch entnervt aufgegeben und Wrestling geschaut. Selbstverständlich kann man auch Chatroulettes voller Frauen besuchen- natürlich kostenpflichtig.

Im nächsten Leben möchte ich auch eine Frau sein. Die müssen fast nie etwas bezahen, während der Mann für jeden Mist zur Kasse gebeten wird- aber da sind wir vermutlich selber Schuld.  

 

 

21.11.15 00:51, kommentieren

Immer diese Nostalgie

Ach, was war sie groß: jene Freude, darüber, die Schule und all seine unliebsamen Mitschüler los zu sein. Doch kaum hat man sich in den Albtraum des Jobwunders Deutschland begeben, da rammeln die Lebensjahre nur so an einem vorbei. Die Falten unter den Augen werden tiefer, der Haaransatz verschwindet fast vollständig und macht es unmöglich, sich ein cooles Pony wachsen zu lassen und auch die Rückenschmerzen nehmen an Häufigkeit zu.Da kommt sie auch schon, die Nostalgie über die Vergangenheit.Man muss jüngeren Leuten erklären, wer He-Man und die Galaxy Rangers waren, da alle Welt glaubt, dass es vor Pokémon nichts anderes im Fernsehen gab. Jedes Kind ist sich heute sicher, dass früher die Teenager ohne ein Handy oder Internet völlig verzweifelt sein mussten und tut recht mitleidig, wenn man erklärt, wie man mit dem Schnurtelefon der Eltern versucht hat, ins Kinderzimmer zu kommen, damit nicht alle Welt mithört, wenn man mit der Freundin telefonieren wollte.Und so gehen die Jahre, bis sich der Schulabschluss zum 15. Mal jährt. Doch lohnt es sich, als Single mit Mindestlohnjob unter die Wölfe zu gehen, die Kinderbilder tauschen und vom neuen Job bei der Sparkasse schwärmen? Man hat ja die kleine und naive Hoffnung, dass aus manchem Arschlochkind doch noch etwas halbwegs ertragbares wird. Dass jene, die einen früher mit Verachtung zu den uncoolen Kindern gestellt und nie bei Ballsportarten ins Team gewählt haben, vielleicht so etwas wie Charakter bekommen haben. Aber seien wir realistisch! Wer war schon einmal auf einem Klassentreffen? Wer schwärmt davon? Doch nur die beliebten, coolen Kids, die sich immer noch in ihrer elitären Clique zusammenfinden, um sich von den gewöhnlichen Sterblichen abzugrenzen. So saß ich da, ratterte meine einstudierten Zeilen herunter und hoffte, dass der Abend noch andere Highlights bringen möge, als Spiegelei und Schwarzbier.Ja, alle haben sich vermehrt. Ja, alle sind sie weggezogen und haben so etwas wie Karriere gemacht. Nein, ich habe meine damalige Freundin nicht geheiratet. Nein, ich bin wieder Single. Nein, Kinder habe ich keine und nein, ich habe kein Häuschen mit Blick auf das Industriegebiet. War da anfänglich noch die Hoffnung, vielleicht eine ehemalige Mitschülerin auf dem Nachhauseweg zu vögeln, so wurde dies nach dem letzten Bier feierlich begraben. Zu wenig hat sich verändert. Kinder und Eheversprechungen haben aus den früheren Monstern noch immer keine Engel gemacht. Niemand hatte daran Interesse, mit mir in Kontakt zu bleiben und ich konnte die Klasse von 2000 wieder im Abfalleimer des Vergessens einwecken. Vielleicht in 15 Jahren nochmal, wenn die ersten Kinder der Mitschüler mit Drogenproblemen, Vorstrafen und Geschlechtskrankheiten auffällig werden oder die ersten Botoxspritzen und Haarverpflanzungen nötig sind, um den Marktwert halbwegs zu erhalten.

10.11.15 19:24, kommentieren

die goldene 30

Da meine sterbliche Hülle bereits die markante 30er Marke überschritten hat und das Jagen auf Erstsemsterparties nach Kinderschubsen aussah, entschied ich mich, einmal eine Ü-30- Party zu besuchen. Die Plakate für die Wochenend- Veranstaltungen preisten jenen Grufti- Groove voller Wonne an und ich hielt es für das beste Mittel, um eine Gespielin gleichen Alters zu bezirzen. Was ich dabei noch nicht ahnte, ist, dass auch Jene, die in den 1930ern geboren sind, Ü-30 sind. So hatte ich zu erst das Gefühl, unter Leuten des Jahrgangs "Meine Eltern" zu sein. Gürtel bis zur Brust, den Stielkamm in der Potasche der Jeans und ein Rest "Vokuhila". Wo waren die 30-jährigen? Ich saß also an der Bar und sah bei einer Club Mate den rüstigen Rentnern zu, wie sie zu Helene Fischer voll abgingen. Die Frauen in meiner Zielgruppe kamen erst nach Mitternacht zum Debütantinnenball. Während ich in Jeans und T-Shirt keinen neuen Trend vorgab, erschienen die vermeintlichen 30er in bretzeligem Abendgaderobenchic und ließen mich wie eine lebende Altkleidersammlung wirken. Schnell bestellte ich die nächste Club Mate und gab mir den längst überfälligen Koffein-kick. Dann war es Zeit, meine wahre Natur zu zeigen. Als Michael Jacksons "They don't care about us" aus den Boxen wummerte, hampelte ich textsicher durch die verwirrte Menschenmenge, die mich jetzt erstmals wahrnahm. Zwar belustigte meine Ausgelassenheit so manche Dame, die versuchte, meiner Killerchoreographie zu entgehen, doch so manches Mal klatschte mein schweißfeuchter Arm an die schulterfreie Haut einer Tänzerin, die sich zum Trockenrubbeln in die Chillout- Zone flüchtete.Kaum wechselte die Musik wieder in jene Sphären der Pophistorie, die ich nicht einmal beim Namen kenne, kratzte ich die Restgroschen für eine weitere Club Mate zusammen. Rechnet man die Preise mit dem Einzelhandel auf, hätte ich mir einen 12er Kasten bei REWE gönnen können, aber da ist die Musik nicht so toll. Im Fazit hatte ich endlich begriffen, was das Problem mit meinem Alter war: Zu alt für die Erstsemester, zu jung für Ü-30er. Ich war gefangen in der Twilightzone. Auf den Schrecken erst einmal ein Club Mate- Prösterchen!

2.11.15 03:19, kommentieren

Das Abenteuer wartet

Alle Jahre wieder treffen sich die Exemplare der Gattung Mann im Pub, um bei Bier und Burger über die wirklich brisanten Themen zu reden. Nicht Politik, Fussball oder Autos! Man redet stattdessen über Frauen, Sexspielzeug und Dating Apps, die schnelle Hilfe versprechen. Selbstverständlich war ich der einzige Single in der Runde. Die Vorstellung, dass Jeder an diesem Abend noch ins Bett zu seiner liebsten krabbelt, während ich eine kleine Katze neben mir liegen habe...Bei allerlei alkoholischen Kostbarkeiten von der grünen Insel fachsimpelten wir über Sexpuppen, Masturbationshilfen und kostenlose Pornoseiten. Wohlgemerkt, ich als einziger Single hatte die wenigste Ahnung davon. Ich hatte nicht keine, aber die Tatsache, dass man sich im Internet seine Fleshlight nach den Vaginalabdrücken von Pornostar Jenna Haze fertigen konnte, war mir doch neu. Klar hatte ich zu Hause vor dem Heimcomputer jene Bildungslücke schnell geschlossen. Aber sah ich mich doch eher auf solche Dinge angewiesen, als manch anderer in der Runde. Doch soll es weniger um die Einführhilfen für Hand- faule gehen, als um die Tatsache, dass auch ausschweifend von den Vorzügen der Dating App Tinder gesprochen wurde, die einem meiner Kameraden einen neuen heißen Feger beschert hatte. Es muss sich in der Finanzwelt ähnlich anhören, wenn dir ein Investmentbanker von einem bombensicheren Geschäft schwärmt. Null Risiko, maximale Gewinne- eben so etwas, nur mit Brüsten halt.Und so hatte ich Tinder, Lovoo und Co. schnell auf das Handy geladen und hoffte mit fester Überzeugung, den heiligen Gral in Händen zu halten. Immerhin sprachen mir die Hombres Mut zu: "So hässlich bist du doch nicht." und andere Stilblüten hallten mir noch lange nach. Eifrig begann dann meine Handarbeit. Ich wischte Bilder nach rechts oder links und signalisierte so den anerkannten Fickbarkeitswert der hiesigenDamenwelt. Gleiches taten sie ja auch mit mir- mit niederschmetternder Bilanz. Klar schaute Frau sich mein Pofil ganz genau an. Da war von "Mit beiden Beinen im Leben stehen..."die Rede. Was das heißt? Nieder mit den Beinprothesen? Wohl eher, her mit den Besserverdienern. Lieber gleich den Kontoauszug als Profilbild posten. Geld macht geil, aber eben nur geil auf Geld.Das größte Phänomen jedoch: wie sollte ich die Damen denn anschreiben? Da liest man in den Profilen Warnungen: " Wehe, du sagst hi, oder fragst, wie es mir geht..." Dabei fängt eben so ein Gespräch an. Immerhin ist die Dame eine völlig Fremde! Da sagt ein "Hi." Ich will mit dir in Kontakt treten. Da hätte auch ein "Piep; Rülps oder Hüstel gereicht. Aber Frauen machen es sich nicht leicht, warum dann uns Männern? So blieb die Liebes- App eben das, was sie war: ein Handyspiel für das man bezahlt, wenn man alle Funktionen nutzen möchte. Dann doch lieber ein Jamba- Sparabo. Da entscheidet sich ja ein Klingelton auch nicht, dass es besser ist, sich künftig nicht mehr zu schreiben.

1 Kommentar 30.10.15 02:45, kommentieren

Erstmal Tschüß

So fängt es ja an: mit dem "Tschüß- und ein schönes Leben noch!" Derart wird man erst einmal auf die Welt losgelassen. Quasi eben noch Teil eines guten Teams, jetzt allein und ohne jede Ahnung, was man mit seiner Zwangsbefreiung anzufangen gedenkt.Da wird man schon etwas wehmütig. Also habe ich erst einmal sämtliche Bilder aus den Fotorahmen gezerrt und archiviert. Bin ja keiner, der einfach seine Vergangenheit in einen Mülleimer pfeffert oder ein hübsches Feuerchen auf dem Hinterhof veranstaltet.Doch wie viel Zeit braucht man, um über eine Trennung hinwegzukommen? Wann wird es Zeit, sich aufzubretzeln und auf die Jagd zu gehen? Da schreibt jeder (Pseudo)Ratgeber was anderes. Im Prinzip ist es aber auch egal. Man merkt ja, ob es eine dumme Idee war. Spätestens, wenn man in einer Bar angekommen ist und sich fragt "Was mache ich hier?", dann weiß man, dass es zu früh dafür gewesen ist. Und sollte man plötzlich das gemeinsame Lied- DAS LIED- hören und Tränen in den Augen haben, schleiche man sich am besten über die Hintertüre nach Hause.Ich brauchte 4 Wochen auf Solopfaden, um mich überhaupt für jemanden zu begeistern. Doch sollte man sich keine falschen Hoffnungen machen. Ein Fall für die Therapie war ich trotzdem. Kaum wurde ich auf Beziehungen und so angesprochen, da sprudelte die Verbitterung und Verzweiflung aus meinem Mund. Das zeigte klar, dass ich lieber noch etwas gewartet hätte. Und nichts ist anziehender, als ein jammernder Wicht, der sich noch immer im eigenen Unbehagen wälzt. Vermutlich merkt man gar nicht, dass die Dame bereits getürmt ist, während man sich noch verlegen ein Tränchen mit dem Tischtuch aus dem Gesicht wischt.Doch dann kommt der Geistesblitz! Anonym und unkompliziert im Internet nach Singles suchen. Schönheiten, die nur einen Mausclick entfernt sind, warten doch nur darauf, meinem Charme zu erliegen! Und so malte ich mir die schönsten Szenarien aus, die entstehen könnten, würde ich nur die richtigen Worte finden. Doch die Realität sieht anders aus. Auf einer kostenfreien Singlesseite meldete ich mich schnell an. Die Fotos waren bereits hochgeladen und ich war der Meinung, alles spräche für mich. Netter Kerl- sucht nettes Mädchen. Irgendetwas in der Art halt. Und wer kennt nicht jemanden, der jemanden kennt, der jemanden auf einer Singleseite kennengelernt hat. So wird es einem doch immer erzählt. Da es ein ungeschriebenes Gesetz gibt, welches es den Frauen strengstens verbietet, einen Mann von sich aus anzuschreiben, begann ich, mit kleinen Zweizeilern auf mich aufmerksam zu machen. Das musste sich in etwa so anfühlen, wie ein Bakterium, dass auf dem Hintern eines T-Rex schreit, beim Hinsetzen nicht zerquetscht zu werden. Antworten gab es nicht. Nur hochgezogenen Augenbrauen und kollektives Schweigen.Und wer sich dann täglich beim checken der Mails erwischt und niemals eine ernsthafte Antwort bekommt, der löscht die Seite schnell lieber, bevor das eigene Selbstwertgefühl tiefer singt, als das Niveau einer RTL Vormittagsdoku. Mädels suchen nun mal die Perfektion, weshalb sie scheinbar auf den Archetypen des Vollpfostens immer wieder hereinfallen und um ernsthafte Partner einen Bogen machen, wie ein Passant um den Markt- und Meinungsforscher in der Einkaufspassage.Anders lässt es sich nicht mehr erklären, wieso sich ausgerechnet Sonnenbrillenträger mit Sixpack vor einem BMW lehnend, vor Anschriften und Zuspruch kaum noch retten können. Ihr wisst schon, Jene, die eine Frau eigentlich nur zum Ficken suchen. Ist zwar ok, wenn man auch mal wieder jemanden zum Ficken hat, aber hier geht es wirklich nur um die Überbrückung von Langeweile, weil am Freitag Abend nichts Gutes in der Glotze läuft und das Handgelenk zu sehr schmerzt. Statt ein "Hallo, wie gehts?", kommt ein "Ficken, wie fickts?" und das kommt eben auch nicht gut an. Doch statt aus Fehlern zu lernen, tappen die holden Dirnen in eben die selbe Falle wie ein Wiederholungstäter mit Alzheimer. Beim Nächsten wird es besser, scheinen sie sich zu sagen und klicken auf den charmanten Bro mit Gelfrisur, der sich im Fitnessstudio beim Bizepsanschwellen rein zufällig fotografieren ließ. Das erinnert eher an eine Stubenfliege, die immer wieder gegen die Fensterscheibe donnert, ohne zu merken, dass es außer Kopfschmerzen nichts bewirken wird.

26.10.15 15:14, kommentieren

Der Prolog

Da ist es also passiert: das Jahr 2015 hat mich aus der Bahn geworfen und plötzlich bin ich mit Veränderungen konfrontiert. Vielleicht ist es keine gute Idee, sich mal Luft von allen Schrecken meines Lebens zu machen. Ist es Selbsthilfe, wenn man sich einige Sorgen von der Seele jammert? Doch wie sehr ich es auch drehe- wenn ich ein Lied höre, indem der Text von den gleichen Problemen handelt, die mich derzeit beschäftigen, dann fühle ich mich verstanden. Ich denke: " Hey, es geht nicht nur mir so!" Dann fühle ich mich besser. Ob der Songwriter natürlich tatsächlich Pech mit der Ex hatte, kann ich nicht wirklich wissen. Aber je näher die Worte meinen eigenen Erfahrungen kommen, desto verstandener fühle ich mich. Darum geht es sicher allen, die nach Antworten suchen. Sie wissen, dass sie keine Antworten finden werden aber dafür wissen sie, dass sie sich nicht alleine diese Fragen stellen!Dieser Blog- und dies sollte der geneigte Leser ruhig als Einleitung verstehen- dient dazu, meine Erfahrungen zu berichten. Das heitere Auf und Ab eines (hoffentlich) normalen Typen in seinen 30ern. Ihr wisst schon, mit Falten unter den Augen, schlechtem Haarwuchs auf dem Kopf und super gutem auf dem Rücken. Eben so eine Art Mann, der zu jung für Karos auf den Hosen aber etwas zu alt für T-Shirts mit Superheldenlogo ist. Es sei denn, er ist einer dieser Hipster, die das von Big Bang Theory gesehen haben und eigentlich keine Ahnung von Batman haben. Aber leider bin ich kein Hipster und ich finde Batman eben cool. Immerhin ist mir aufgefallen, das Bruce Wayne Single ist und glücklich damit zu sein scheint. Wer also versucht ist, in seine und vielleicht meine Psyche einzudringen, der wird hier etwas von Singlebörsen, ersten Dates, Übergewicht und Hugh Jackman lesen. Eben Sachen, die so passieren! Wenn es keiner liest, kann es auch keiner doof finden. So ist mein Plan und den habe ich extra mit Buntpapier und Wachsmalstiften gebastelt. Wer etwas über Asylpolitik, veganes Essen und Bauchübungen lesen möchte, kann ja einen anderen Blog suchen. Der hier handelt von dem, was ich über Frauen, Männer und Sexspielzeug denke. Und das sind dreimal die selben Dinge. Fotos werde ich lieber nicht posten. Wovon auch? Ein Instagram-Selfie meines Fair-Trade- Müslis aus dem Hippieladen von gegenüber? Ein Bild eines Hundehaufens mit dem Vermerk, dass meine Schuhsohlen gerade noch so davongekommen sind? Wer Bilder mag, kann sich einen Bildband kaufen oder macht sich selbst eins. In diesem Sinne wünsche ich mir viel Spaß beim Schreiben und euch beim Lesen.

22.10.15 18:39, kommentieren