Die Sache mit dem Bart

Was tun, wenn man keine Frau hat, die einen küssen will? Richtig! Man(n) denkt darüber nach, sich einen Bart wachsen zu lassen. So ein richtiges Wikinger- Ding. Kein Gandalf- Rauschebart, eher ein Gimli- Gestrüpp mit der Option auf eine nette Flechterei. Nur Elben rasieren sich glatt wie Kinderpopos.Klar, wer heute so sein Auge durch die Männerwelt schweifen lässt, hat es längst bemerkt: Bart ist in. So in, dass man nur noch Frauen ohne sieht. Warum also nicht auch mitmachen und das Statement schlechthin abgeben. Als Single denkt man so, dass der Bart so was wie die Dornenhecke bei Rapunzel ist. Quasi ein Schutzwall, bis diesmal eine Prinzessin angeritten kommt, um mein Gesicht von der wallenden Haarpracht zu befreien. Nur halt nicht mit dem Schwert, sondern mit einer knatternden Haarschneidemaschine.Erste Gehversuche mit dem Gesichtswuchs hatte ich bereits vor Jahren. Ein kleiner Ziegenbart hier, etwas Kinnbart da- nichts spektakuläres. Doch so recht hatte ich mich nie getraut, das Gesicht hinter einer Matte zu verstecken. Wer mag, kann auf Youtube sehen, wie schnell man zum Wikinger wird. Mal nach 365 Tagen ohne Rasierer, dann zu Fuß von China nach Deutschland. Jeder hat andere Gründe, sich mal auf radikale Art zu verändern. Den Frauen und Kollegen scheint es jedenfalls, bis auf Ausnahmen zu gefallen. Es sieht männlicher aus, macht runde Gesichter etwas schmaler und hilft da, wo schütteres Haupthaar längst aufgegeben hat. Quasi als Frisur für Frisurlose. Doch der Weg ist schwer. Erstens, juckt und zwickt es mit der Zeit. Zweitens bleibt Essen dran hängen oder beim Naseputzen hat man da auch noch was lustiges am Kinn baumeln. Und Drittens gehört die gute Pflege auch dazu. Shampoo und Bartöl sollten ab einer gewissen Länge das kräuselige Gesichtsgestrüpp zu einem ansehnlichen Erlebnis machen und nicht den Eindruck vermitteln, auf einer einsamen Insel gestrandet zu sein. Und mit der passenden Brille, sieht man eben wie ein Hipster aus und das sollte ja bei manchen Frauen schon punkten.Doch einmal hatte ich Schwäche gezeigt und zu später Stunde zum Rasierbesteck gegriffen! Ich weiß, ein böser Fehler.Das Ergebnis war erschreckend. Ich sah wie so ein Pädophiler aus, der sich am Zaun eines Kinderspielplatzes versteckt und so komisch durch den Maschendraht atmet.Nach einigen Wochen war der Schaden jedoch wieder behoben und ich konnte mich wieder unter die Leute trauen. Odin sei Dank!

22.3.16 00:51

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