Einmal stechen, die Zweite!

Wir schreiben den 1. Dezember 2018. Ich liege in einem Tattoostudio und lasse mir das erste Motiv stechen. Schon zu der Zeit hatte ich bereits Gedanken daran, wie es wohl weitergeht, waren die Schmerzen doch nicht so qualvoll, wie befürchtet. Wo soll das zweite Stück Körperkunst denn hin? Fast ein Jahr später: Ich liege im selben Studio und man werkelt an Motiv Nummer 2. Die Schmerzen sind aus der "Kenne-ich-schon-hatte-ich-schon- Kategorie". Wieder überlege ich, was wohl mein drittes Motiv werden könnte. Bin ich etwa süchtig geworden? Nach den Schmerzen und der wochenlangen Nachbehandlung plus Sportverbot sicher nicht. Aber als die Nadel meine Haut erstmals traf, war es eine Barriere, die Überschritten wurde. Die Angst vor den Schmerzen und vor einem großen Fehler. Jetzt bin ich natürlich wieder in meiner Nachbehandlung mit der Hautpflege und dem Verzicht auf das Fitnessstudio. Und sollte mich ein neues Motiv oder eine Idee reizen, wer weiß? Vielleicht liege ich ja dann im nächsten Jahr wieder dort und lasse mir Schmerzen zufügen. Attraktiver macht es mich nicht. Und auch cooler werde ich nicht dadurch. Ich bekomme aber eine wichtige Lektion erteilt. Wenn ich mir etwas wünsche, sollte ich es einfach nur machen, statt jahrelang nur darüber zu reden. Wer weiß, wozu ich dann alles kommen werde?Ein Glück für mich, dass ich mir nie den Namen einer Herzensdame habe stechen lassen. Das könnte ja sonst peinlich werden, wo sie doch alle längst über alle Berge sind.

7.11.19 16:23

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